| Unternehmer sprechen über die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ |
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Warum spielt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei vielen Unternehmen eine immer wichtigere Rolle? Welchen Mehrwert haben Unternehmer von einer familien-freundlichen Unternehmensführung zu erwarten?
Fachlich begleitet und unterstützt wurde der Abend von Herrn Dr. Harald Seehausen (Frank-furter Agentur für Innovation und Forschung, Frankfurt am Main). Zu Beginn der Veranstaltung stellten Bürgermeister Thomas Brunner, Carina Eichstädt (kommunale Wirtschafts-förderung) und Peter Wember (1. Vorsitzender IWG) die Wichtigkeit und Bedeutung des Themas für die Gemeinde und die dortigen Unternehmen heraus. In Wettenberg habe man erkannt, dass die Verzahnung von Familienfreundlichkeit und Wirtschaftsförderung für den Wohlstand und die Attraktivität des Ortes von besonderer Bedeutung sei. Als wichtiges gemeinsames Ziel betonten Bürgermeister Thomas Brunner und Carina Eichstädt die Verwirklichung gemeinschaftlicher Projekte von Gemeinde und Unternehmen, um die Familienfreundlichkeit am Standort Wettenberg weiterzuentwickeln und in den Wettenberger Unternehmen voranzubringen. Wichtig sei in diesem Zusammenhang, so Carina Eichstädt, dass sich die Projekte an den Bedürfnissen der Unternehmen orientierten. Auf die Frage nach einer Vision für die Gemeinde Wettenberg im Jahre 2020 sprach Bürgermeister Thomas Brunner von der Idee einer zweisprachigen Kindertagesstätte, die in einer partnerschaftlichen Kooperation mit ortsansässigen Unternehmen realisiert werden könnte. Die kommunale Familienbeauftragte, Tanja Meyer, informierte die Gewerbetreibenden über die Arbeit der Gemeinde im Rahmen des lokalen Bündnisses für Familien in Wettenberg. Ein wichtiges Ergebnis dieser Arbeit stelle beispielsweise die vernetzte und koordinierte Kinderbetreuung von 1 bis 16 Jahren in Wettenberg dar. Die geschaffenen Strukturen der Kooperation werde man zugunsten der Familien erhalten und ausbauen. In der weiteren Arbeit solle, so die Familienbeauftragte, der Aufbau eines Bildungsnetzwerks vorangebracht werden. Von besonderem Interesse waren an diesem Abend die Fragen des Referenten und Moderators Dr. Harald Seehausen an die Teilnehmer des Gewerbe-Stammtisches. Auf ausgeteilten Kärtchen sollten die Gewerbetreibenden mitteilen, was sie unter Familienfreundlichkeit in Unternehmen verstehen, welchen Stellenwert Familienfreundlichkeit in ihrem Unternehmen hat und wie man Familienfreundlichkeit dort praktiziert. Dass die Möglichkeiten vielfältig und die Angebote an betrieblichen Unterstützungsmaßnahmen einfach umsetzbar sind und darüber hinaus eine erstaunlich große Wirkung zeigen, erläuterte Dr. Harald Seehausen zum Abschluss der Veranstaltung. Damit machte er deutlich, dass Familienfreundlichkeit in Unternehmen keinen Luxus darstelle, den man sich als Unternehmer nur leisten könne, wenn es dem Betrieb gut gehe. Familienfreundlichkeit sei vielmehr ein echter Wettbewerbsfaktor und ein sehr effektives Mittel, um die Motivation, Leistungsbereitschaft und Produktivität der Menschen zu steigern, die mit ihrer Arbeit den Erfolg des Unternehmens ausmachen. Aufgrund der positiven Resonanz werde man, darüber sind sich die kommunale Wirtschaftsförderung und die IWG einig, weitere Gewerbe-Stammtische mit interessanten und ansprechenden Themen für die Gewerbetreibenden organisieren.
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Diese und weitere Fragen wurden am 24.06.2010, im Rahmen des
zweiten Gewerbe-Stammtisches diskutiert, zu dem die kommunale
Wirtschaftsförderung und die Interessengemeinschaft Wettenberger
Gewerbetreibende (IWG) eingeladen hatte. Über zwanzig Gewerbetreibende
waren dieser Einladung gefolgt und erlebten einen interessanten und
informativen Abend im Hause der Firma Gross Verdichter und Druckluft
GmbH im Ostpark. Herr Gross hatte sich nach dem erfolgreichen ersten Gewerbe-Stammtisch gerne bereit erklärt, den folgenden Gewerbe-Stammtisch in seinem Hause durchzuführen und sein Unternehmen vorzustellen.